Kredit für Selbstständige -

Kredit für Selbstständige

R. Aresta

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Existenzgründer, Freiberufler und Selbstständige im Allgemeinen haben besonders in der Anfangs- und Gründungsphase einen erhöhten Kreditbedarf. Der Weg zur Selbstständigkeit ist in vielen Fällen der entscheidende Schritt hinein in einen neuen Lebensabschnitt. Oftmals wird die bisherige unselbstständige Tätigkeit als Arbeiter oder Angestellter in einer Selbstständigkeit weitergeführt. Sie hat für die Betroffenen vielerlei Vorteile, bringt aber auch wirtschaftliche Risiken mit sich. Der Selbstständige arbeitet auf eigenen Gewinn und auf eigenes Risiko. Während er bisher zum Monatsanfang wusste, was er im Laufe der nächsten dreissig Tage verdient und netto ausgezahlt bekommt, ist das in der neuen Selbstständigkeit komplett anders. Aufträge müssen generiert, also reingeholt, und sie müssen fristgerecht bearbeitet werden. Danach wird die erbrachte Leistung in Rechnung gestellt, und erst nach Ablauf der Zahlungsfrist kann mit der Gutschrift auf dem Firmenkonto gerechnet werden. Verzögert sich die Bezahlung, fehlt das Geld auf dem Konto, während die Verbindlichkeiten ungeachtet dessen weiterlaufen. Hier wird sehr schnell deutlich, dass der Selbstständige in mehrerlei Hinsicht einen Kreditbedarf hat. Zum einen den ausreichend hohen Dispo-Kredit für die laufende Liquidität, zum anderen einen längerfristigen Kredit, um den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen und finanzieren zu können.

Mangelnde Bonität als Hindernis für eine Kreditvergabe an Selbstständige

An dieser Stelle stösst der Selbstständige bei den Banken und Sparkassen sehr schnell an seine beziehungsweise an deren Grenzen. Als Kreditgeber sind sie gehalten und daran interessiert, ihr Kreditausfallrisiko so weit wie möglich zu minimieren. Dazu wird die Bonität des Kreditsuchenden geprüft. Es ist die Bewertung seines regelmäßigen Arbeitseinkommens und seiner laufenden Monatsausgaben. Bei einer Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben muss der verbleibende Überschuss so hoch sein, dass eine zusätzliche Zahlung für den Kredit mühelos möglich ist. Die Voraussetzung dafür ist eine Sicherheit der Einnahmen. Die bietet bei Arbeitern und Angestellten der Arbeitsvertrag. Der Selbstständige kann sie nicht bieten, und schon gar nicht in der Gründungsphase seines Unternehmens. Bestenfalls hat er vertraglich gesicherte Aufträge, die in den nächsten Wochen und Monaten ausgeführt werden müssen. Sie sind für Kreditinstitute jedoch keine in dem Sinne gesicherte Einnahme. Zu viele Unwägbarkeiten können dazu führen, dass die Aufträge, wie es genannt wird, platzen. In den ersten zwölf bis achtzehn Monaten tut sich der Selbstständige schwer damit, sogenannte belastbare Zahlen vorzulegen. Gemeint sind damit der Einkommensteuerbescheid, ein Jahresabschluss oder die erste Jahresumsatzsteuererklärung. Erst nach zwei oder drei Jahren liegen Ergebnisse vor, die dem Kreditinstitut einen Rückschluss auf die finanzielle Situation sowie auf die bisherige und zukünftige Entwicklung der Selbstständigkeit ermöglichen. Dem Selbstständigen ist damit nicht geholfen. Er benötigt jetzt als Startup dringend die Fremdfinanzierung, um investieren und so sein Unternehmen in Gang bringen zu können. Diese Situation wirkt so verfahren wie ausweglos.

Kreditinstitute mit Verständnis für Startups 

Die Kreditinstitute haben das erkannt und sind durchaus daran interessiert, auch an Selbstständige Kredite zu vergeben. Sie versuchen, ihr oftmals mehr theoretisches Kreditausfallrisiko auf unterschiedliche Art und Weise zu verringern. In der Schweiz beispielsweise bietet die Mutuo AG Kredite für Selbständige zu fairen Konditionen. In Österreich gibt es beispielsweise die Die Santander Consumer Bank GmbH mit Sitz in Wien, welche bei ihrem „JETZTSOFORTKREDIT“ die Selbstständigen grundsätzlich nicht ausschliesst. Nicht umsonst wird mit einer massgeschneiderten Lösung geworben, die sich sowohl auf die Kredithöhe als auch auf den Verwendungszweck und die individuelle Bonitätsbewertung bezieht. In vielen Fällen macht das jedoch die Situation nicht einfacher. Nicht vorhandene Zahlen, Daten und Fakten können nicht so ohne Weiteres ignoriert werden. Wenn Einkommen und Vermögen des Kreditsuchenden nicht ausreichen, dann ist einer der Wege, diese Bonitätssituation zu verbessern. Eine Möglichkeit dazu ist die Bürgschaft, eine andere der zweite Kreditnehmer bei gesamtschuldnerischer Haftung. Dem Kreditsuchenden muss bewusst sein, dass Banken gerne Kredite vergeben. Die Kreditvergabe ist eines der Kerngeschäfte von Banken und Sparkassen. Das Kreditrisiko muss jedoch überschaubar und kalkulierbar sein. Bei einer Bonitätsverbesserung durch Bürgen oder einen zweiten Kreditnehmer sieht die Situation für den Selbstständigen sofort deutlich besser aus. Für den Kreditgeber besteht mit dieser Sicherheit ein vertretbares Kreditausfallrisiko. Der Selbstständige kann mit dem Kredit die Aktivitäten in seinem Unternehmen so, wie geplant, finanzieren. Damit ist allen Betroffenen geholfen.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass auch der Selbstständige bei einer Bank Chancen auf einen Kredit hat. Jeder Einzelfall wird wohlwollend und objektiv geprüft. Die Bonitätsprüfung wird nicht vernachlässigt, jedoch individuell bewertet. Der selbstständige Jungunternehmer sollte also keineswegs entmutigt sein, sondern durchaus versuchen einen Kredit zu beantragen.

Weitere Informationen zu den Angeboten von Santander finden Sie hier: https://www.santanderconsumer.at/


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Repräsentatives Rechenbeispiel:
10‘000 CHF 12 Monate Laufzeit:
Der Zins (Gesamtkosten) sind zwischen CHF 240 und CHF 520.
Der Zinssatz 4.5 % – 9.9 %.
Die Rate ist zwischen CHF 853.- und CHF 868. im Monat.
Die Kreditvergabe ist verboten, falls diese zur Überschuldung führt. (Art. 3 UWG).